„Geschlossenen Druck aufbauen“

LAMPERTHEIM (red). Die SPD Lampertheim reagiert mit Unverständnis auf die möglichen weiteren Verzögerungen beim S-Bahn-Ausbau. „Mit dem S-Bahn-Ausbau verbinden wir insbesondere die Hoffnung, unseren Bahnhof endlich barrierefrei umzubauen und endlich eine noch bessere Taktung der Züge in Richtung Mannheim zu erreichen. Diese Ziele werden nun einmal mehr auf die lange Bank geschoben. Langsam gerät wieder einmal die kommunale Ebene gegenüber dem Bürger in Erklärungsnot, weil höhere Ebenen sich nicht einig sind“, so der Ortsvereinsvorstand der SPD in einer Stellungnahme.

Zuvor war bekannt geworden, dass aufgrund von Schwierigkeiten in der Ausschreibung von Strecke und Fahrzeugbedarf seitens des Landes Baden-Württemberg die Vorbereitungen für den Ausbau einmal mehr in die Zukunft verschoben wurden. Die Strecke Frankfurt-Mannheim, die ohnehin in der Prioritätenliste die rote Laterne einnahm, soll so erst Ende 2018 für S-Bahnen befahrbar sein.

„Lampertheim ist eine Pendlerstadt mit täglich ca. 6000 Auspendlern sowie 15000 Fahrbewegungen am Tag vom Lampertheimer Bahnhof aus. Der Ausbau der S-Bahn ist aus Sicht der Attraktivität der Stadt sowie der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit angebracht. Wir als Sozialdemokraten werden uns diesem Thema im Sinne der Bürgerinnen und Bürger annehmen“, kündigen die Genossen an. So ist auf der Webseite spd-lampertheim.de eine Resolution aufrufbar, der sich alle Bürger anschließen können, die ebenfalls auf die Einhaltung des Zeitplans beim S-Bahn-Ausbau pochen. Ebenso kündigt die SPD an, gemeinsam mit anderen Ortsvereinen diesen Text an den VRN zu senden: „Wir möchten größtmöglichen und regional geschlossenen Druck auf die Entscheidungsträger aufbauen, um den Ausbau so schnell wie möglich zu erreichen“, so die Lampertheimer SPD abschließend.