SPD hat Stärkung des sozialen Wohnungsbaus zum Ziel
LAMPERTHEIM. Für die kommende Legislaturperiode hat die SPD Lampertheim die Stärkung des Sozialen Wohnungsbaus zu einem ihrer Ziele erklärt. Dies zum Anlass nehmend tauschten sich am vergangenen Montag SPD-Spitzenkandidat Marius Schmidt und die Geschäftsführerin der Lampertheimer Baugenossenschaft eG Isabella Pintac über die aktuelle Situation des Wohnungsbaus in Lampertheim aus.
Die Baugenossenschaft hat in der Spargelstadt aktuell 741 Wohnungen im Bestand. Rund die Hälfte hiervon im Segment des sozialen Wohnungsbaus. „Sukzessive hat die Baugenossenschaft der Stadt Lampertheim auch bestehende Sozialwohnungen abgekauft und die Instandhaltung, Modernisierung und den Betrieb übernommen“, erläuterte Pintac.
Dass die Umstände, unter denen die Baugenossenschaft arbeitet, dabei schwierig sind, machte die Geschäftsführerin ebenso deutlich: „Die Kosten für den Bau von Häusern haben sich innerhalb der letzten Jahre um 40 Prozent erhöht. Dazu kommen neue gesetzliche Auflagen, die das Bauen deutlich verteuern.“, beschrieb Pintac. Folge sei, dass bei Neubauten aktuell die Mieten bereits bei mindestens 7 Euro pro Quadratmeter lägen.
Weiterhin kommen immer neue oder steigende Kosten auf die Mieter aufgrund der Rauchwarnmelderpflicht, der Legionellenprüfungen und auch der stetig ansteigenden Grundsteuern zu. Auch die steigenden Betriebskosten machen das Wohnen für die Mieter immer teurer.
Für die SPD besonders wichtig ist es, dass „bezahlbarer Wohnraum keine Mangelware sein soll. Daher möchten wir einerseits Regelungen vermeiden, die den sozialen Wohnungsbau und damit Mieter in sozial teils schwierigen Lagen über Gebühr belasten, beispielsweise die Pflicht in Passivbauweise zu bauen oder 2 Parkplätze pro Wohneinheit bauen zu müssen.“
Gleichzeitig möchten die Sozialdemokraten mehr bezahlbare Wohnungen schaffen. Hierzu sollen, vor allem auch bei Nachverdichtungsprojekten, mögliche Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau ausgekundschaftet und möglichst zeitnah bebaut werden: „Die Baugenossenschaft hat aktuell eine Warteliste statt freier Wohnungen. Dies möchten wir ändern und der Nachfrage gerecht werden“, meint die SPD.