Lampertheim. Was es bedeutet, für den Erhalt der
Musikschule einzutreten war Thema eines Informationsbesuches im Rahmen der Reihe „Der rote Tisch“ der SPD Lampertheim am vergangenen Montag. Gemeinsam mit Musikschulleiter Joachim Sum, dem Vereinsvorsitzenden Dr. Nikolaus Selzer und Geschäftsführer Kurt Stass. Die SPD-Kandidaten Marius Schmidt, Brigitte Stass, Jens Klingler und Joachim Stumpf erfuhren dabei von den Verantwortlichen, dass „die Schule aktuell bei 5 festangestellten und insgesamt 27 Lehrern 700 Schüler an Instrumenten ausbildet“. Die Verantwortlichen des Musikschulvereins freuten sich sichtlich über die Möglichkeit des Austauschs mit politisch Verantwortlichen und betonten, für alle Parteien für Gespräche zur Verfügung zu stehen.
Die Schule wird von einem Verein getragen und von der Stadt finanziell unterstützt. „Wir wollen keine Eliteschule sein, sondern allen Menschen das Erlernen eines Instrumentes ermöglichen“, unterstrich Sum das Selbstbildnis der Einrichtung. Mit Veranstaltungen wie dem Lichterfest oder „Tach, Herr Bach“ sorgt das Lehrerkollegium mit den Schülern selbst für Einnahmen, die die Schule „dringend braucht, um weiter zu bestehen. Da das Land Hessen seine Förderung bei nur knapp 26000 Euro pro Jahr hält, wir aber gleichzeitig in jedem Jahr knapp 500.000 Euro ehrenamtlich verwaltet für die Schule aufwenden, bin ich dem Kollegium dankbar, dass diese Möglichkeiten genutzt werden“, so Stass. Da die Gebühren bereits jetzt im Kreisvergleich recht hoch seien, sind weitere Erhöhungen über eine jährliche Steigerung von 2,5 Prozent hinaus schwer, will die Musikschule als Schule für alle weiter bestehen.
„Die Musikschule ist für Lampertheim ein bedeutender kultureller Spieler und ein guter weicher Standortfaktor. Wir wollen das Neubaugebiet Gleisdreieck schnell erschließen, um Lampertheim als Zuzugsstadt zu positionieren. Da ist es wichtig, gerade auch neuen Bürgern und jungen Familien solche Angebote wie die Musikschule zu ermöglichen. Darum stehen wir zu unserem Wort und wollen die Schule weiter unterstützen“, so Marius Schmidt abschließend.